Trinkwasser – Wasserhärte
Das Wasserwerk der Gemeinde Brannenburg sowie der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf informieren Sie nachfolgend über die Trinkwasserwerte im Gemeindegebiet:
Ortsteile Brannenburg und Großbrannenberg:
Wasserhärte 16,4 °dH
Härtebereich 3
Ortsteil Degerndorf:
Wasserhärte 16,7 °dH
Härtebereich 3
Weitere Informationen rund um die „Wasserhärte“
Hartes oder weiches Wasser:
Die Wasserhärte beeinflusst Geschmack und Beschaffenheit unseres Wassers und wirkt sich auch auf Haushaltsgeräte und Armaturen aus. Für den Grad der Härte ist der im Wasser enthaltene Kalk verantwortlich: Je mehr Kalk, desto „härter“ ist das Wasser. Als Kalk bezeichnet man die Mineralien Calcium und Magnesium, die im Wasser gelöst sind. Hartes Wasser hat Vor- und Nachteile: Es enthält einerseits mehr Mineralstoffe als weiches Wasser, erfordert andererseits aber eine höhere Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln und führt insbesondere zur Verkalkung von Haushaltsgeräten und Armaturen.
Einteilung in drei Härtebereiche:
Die Gesamtwasserhärte wird als Summe der im Wasser gelösten Erdalkalien Calcium und Magnesium in Millimol je Liter angegeben. Seit dem 1. Februar 2007 sind drei Härtebereiche für Trinkwasser festgelegt: von weich über mittel bis hart.
| Alte Angaben zum Härtebereich | Alte Angaben zum Härtegrad (°dH) | Neue Angaben: Summe Erdalkalien (in mmol / l) | Neue Bezeichnung des Härtegrads |
|---|---|---|---|
| 1-2 | 0-8 | bis 1,5 | weich |
| 2-3 | 8-14 | ab 1,5 bis <2,5 | mittel |
| ab 3 | ab 14 | ab 2,5 | hart |
Trinkwasseruntersuchung
Im Mai 2025 erfolgte die Untersuchung unseres Trinkwassers.
Im Rahmen des Untersuchungsumfangs sind die geltenden Grenzwerte eingehalten.
Hier finden Sie genauen Ergebnisse zum Download
Trinkwasseruntersuchung 2025 – Ergebnisse
Trinkwasserverordnung
Bei gewerblich genutzten (vermieteten) Immobilien Pflicht zu Legionellenuntersuchung
Im November 2011 ist die neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten. Eine wesentliche Änderung betrifft die jährliche Untersuchungspflicht auf Legionellen für Gebäude, in denen Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird.
Hinsichtlich der Legionellenvorsorge ist wichtig zu wissen, dass neben den öffentlichen Gebäuden erstmalig eine Untersuchungspflicht für Gebäude, bei denen Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird, besteht. Dabei gilt auch die Vermietung von Wohnungen oder gewerblichen Flächen als gewerbliche Tätigkeit mit der Konsequenz, dass der Hauseigentümer als Vermieter das Trinkwasser im Gebäude auf Legionellen untersuchen lassen muss. Die Untersuchungspflicht umfasst neben den öffentlichen Gebäuden auch Wohngebäude mit vermietetem Wohnraum, Geschäfts- und Bürogebäude, Ladengeschäfte, Industriegebäude, Hotels, Schulen usw. Generell ausgenommen sind nur Ein- und Zweifamilienhäuser.
Für welche Trinkwasserinstallationen gilt die Untersuchungspflicht?
Zu untersuchen sind Trinkwassererwärmungsanlagen, die als „Großanlage“ gelten und in denen Duschen, Badenwannen mit Handbrause bzw. Armaturen eingebaut sind, die das Trinkwasser „vernebeln“. Eine Großanlage liegt vor, wenn ein zentraler Trinkwassererwärmer mit einem Inhalt über 400 Liter vorhanden ist oder der Wasserinhalt der Warmwasserleitung vom Speicher oder Durchflusswassererwärmer (Frischwasserstation) bis zur letzten Entnahmearmatur über 3 Liter beträgt. Für Bürogebäude, bei denen nur WC- und Waschtischanlagen eingebaut sind und die über keine Duschen, Badewannen mit Handbrause verfügen, gilt die Untersuchungspflicht hingegen nicht.
Anforderungen an die Untersuchungen
Die oben angeführten Trinkwasserinstallationen sind mindestens einmal pro Jahr auf Legionellen zu untersuchen. Sind bei den Untersuchungen auf Legionellen in drei aufeinanderfolgende Jahre keine Beanstandungen festgestellt worden, kann das Gesundheitsamt auf Antrag auch längere Untersuchungsintervalle festlegen. Die Überprüfung der Trinkwasserinstallation wird durch den Hauseigentümer veranlasst. Die Probennahmen einschließlich deren Untersuchung dürfen nach § 15 Abs. 4 TrinkwV nur von staatlich lizenzierten Prüflabors durchgeführt werden. Diese können einer Liste entnommen werden, die beim Gesundheitsamt abgerufen werden kann. http://www.ga-datenbank.de/
Wo befinden sich die Probenahmestellen?
Die Probenahmestellen können vom zuständigen Gesundheitsamt festgelegt werden. Bei der Standarduntersuchung erfolgt die Probenahme in der Regel an folgenden Stellen:
- in der Warmwasserleitung, Abgang nach dem Trinkwassererwärmer
- in der Zirkulationsleitung, Eingang vor dem Trinkwassererwärmer an der letzten Duscharmatur bei jedem Warmwasserstrang.
Nach der Trinkwasserverordnung muss der Hauseigentümer sicherstellen, dass geeignete Probenahmestellen vorhanden sind. Dafür bieten sich sogenannte „abflammbare“ Probenahmearmaturen an, die in die Warmwasser- und Zirkulationsleitung beim Trinkwassererwärmer eingebaut werden.
Ebenfalls wichtig
Der Hauseigentümer unterliegt definierten Mitteilungspflichten gegenüber dem Gesundheitsamt. So muss das Gesundheitsamt mindestens vier Wochen im Voraus informiert werden, wenn die erstmalige Inbetriebnahme, eine Wiederinbetriebnahme und bauliche bzw. betriebstechnische Veränderungen der häuslichen Trinkwasseranlage vorgesehen sind. Innerhalb von drei Tagen muss eine Information erfolgen, wenn die Trinkwasseranlage stillgelegt wurde. Heute bestehende Trinkwasseranlagen (Großanlagen) sind unverzüglich dem Gesundheitsamt anzuzeigen.
